Newsletter 3/2016

INTRO

Am 14. September haben wir unseren ersten Workshop in Duisburg durchgeführt. Dabei drehte sich alles um das Konzept und die Praxis des „forschenden Lernens“. Angeregt durch eine Reihe spannender Impulsreferate wurde in Arbeitsgruppen an konkreten Seminarplänen gefeilt und viele Herausforderungen der praktischen Umsetzung des „forschenden Lernens“ diskutiert. Ein Veranstaltungsbericht sowie eine Liste mit erarbeiteten Dos and Don’ts sind weiter unten zu finden. Die Workshops der Themengruppe werden künftig jährlich jeweils im Herbst stattfinden und dadurch unsere Jahrestagungen im Frühjahr ergänzen.

Stichwort Jahrestagung: Unsere nächste Tagung wird am 9. und 10. März 2017 in Aachen stattfinden. Voraussichtlich Mitte November werden wir einen Call über den Verteiler schicken. Dabei hoffen wir auch dieses Mal wieder auf eine rege Beteiligung und bitten alle Mitglieder der Themengruppe schon jetzt ganz herzlich, für die Tagung Werbung zu machen und den Termin vorzumerken

Darüber hinaus stellen wir in diesen Newsletter das Programm für das Online-Kolloquium im kommenden Wintersemester vor.

Viel Freude beim Lesen & beste Grüße

Das SprecherInnenteam

Daniel Lambach, Julia Reuschenbach, Mischa Hansel

 

VERANSTALTUNGEN UND CALL FOR PAPERS

Save the Date: Zweite Jahrestagung der DVPW-Themengruppe Hochschullehre am 9. und 10. März an der RWTH Aachen

Ein Call mit Details zum Konzept und Hinweisen zur Beitragseinreichung folgt Mitte November.

Bericht: Workshop der DVPW-Themengruppe Hochschullehre am 14. September 2016 in Duisburg

Forschendes Lernen ist nach Ludwig Huber dadurch charakterisiert, „dass die Lernenden den Prozess eines Forschungsvorhabens […] in seinen wesentlichen Phasen (mit)gestalten, erfahren und reflektieren“. Damit entspricht das forschende Lernen in besonderer Weise dem universitären Ideal der Einheit von Forschung und Lehre. Außerdem ist diese Methode geeignet, den Studierenden wichtige und anspruchsvolle wissenschaftliche Kompetenzen zu vermitteln. Aber wie kann man forschendes Lernen in der politikwissenschaftlichen Hochschullehre am besten einsetzen? Mit dieser Frage beschäftigte sich unser Workshop, der am 14. September 2016 in Duisburg stattfand. Lehrende aus fast dem ganzen Bundesgebiet und sogar aus dem nahen Ausland (Belgien) hatten sich am Gründungsort der Themengruppe eingefunden, um sich über ihre Erfahrungen mit dieser Methode auszutauschen, sich zu vernetzen und Ideen für die weitere Arbeit zu sammeln. [weiterlesen]

Zum Ende der Abschlussdiskussion stellten die TeilnehmerInnen eine Liste von Empfehlungen zur Umsetzung forschenden Lernens zusammen: „Forschendes Lernen – aber wie?“ [zur Liste]

Online-Kolloquium im Wintersemester 2016/17

Im abgelaufenen Sommersemester haben wir erstmals ein regelmäßiges Online-Kolloquium organisiert. Die Idee dahinter war, ein niedrigschwelliges und ortsunabhängiges Angebot zu machen, sich über neue und alte Lehrmethoden sowie alltägliche Fragen aus der Lehrpraxis auszutauschen. Zu den ersten Themen gehörten daher Methoden wie Simulationen, Filme oder die Arbeit mit Museen ebenso wie eine Diskussion zur Vorbereitung von Nachwuchslehrkräften. Für das kommende Wintersemester steht jetzt das neue Programm fest. Das Kolloquium findet immer am dritten Donnerstag eines Monats um 13.30 Uhr s.t. statt und es gibt wieder eine Reihe spannender Themen.

20.10.2016 – Wie bekomme ich meine Studierenden zum Lesen von Seminartexten? Das „Literatur-Wiki“ (Frank Sauer)

17.11.2016 – Entfernungen überwinden! Einsatz von Adobe Connect in Online-Seminaren (Nils Brockmann)

15.12.2016 – Debating Europe – Studentische Debatten als Prüfungsinstrument (Michael Kaeding)

19.01.2017 – „Ah, soo machst du das!“ – Kollegiales Feedback in der Hochschullehre (Tine Hanrieder und Markus Gloe)

16.02.2017 – Von Fall zu Fall – Kompetenzorientiert lehren mit Case Teaching (Andreas Blätte und Karina Hohl)

Die Teilnahme ist für jeden und ohne Anmeldung möglich. Eine Anleitung befindet sich auf der Übersichtsseite des Online-Kolloquiums [zur Anleitung]. Zu jedem Einzeltermin wird wieder ein separater Blogeintrag angelegt, der noch weitere Informationen zur Veranstaltung enthält. Wir freuen uns darauf, Euch/Sie zahlreich in unserem virtuellen Raum begrüßen zu dürfen.

WEITERE TERMINE UND AUSSCHREIBUNGEN

Start des weiterbildenden Masterstudienganges „Politisch-Historische Studien“ in Bonn

Im Januar 2017 startet erstmals der weiterbildende, berufsbegleitend studierbare Masterstudiengang Politisch-Historische Studien an der Universität Bonn. Das gemeinsam von Politik-, Geschichts- und Medienwissenschaft getragene Programm ist ein innovatives, interdisziplinäres und in hohem Maße praxisorientiertes Format rund um Bildung und Vermittlung von Politik und Zeitgeschichte und wird in Kooperation mit einer Vielzahl renommierter Institutionen angeboten. Im Vordergrund steht die Frage wie und auf welche Art politische und historische Themen sinnvoll vermittelt werden können. Schwerpunkte sind damit neben der Vertiefung fachlichen Wissens, insbesondere Methodik und Didaktik. Ausführliche Informationen sind zu finden unter www.master-polhiststudien.de

IMPULSE

Die Pressekonferenz: Ideen zur (inter-)aktiven Präsentation der Ergebnisse von Politiksimulationen

Mischa Hansel, Justus-Liebig-Universität Gießen

Simulationen sind als didaktisches Konzept politikwissenschaftlicher Lehre kaum mehr wegzudenken. So haben etwa Model United Nations (MUN)-Veranstaltungen oder Simulationen der Sitzungen des europäischen Rates oder des Europäischen Parlamentes in vielen Universitäten inzwischen einen festen Platz. Was aber geschieht nach solchen Simulationen? Wie werden diese aufbereitet und reflektiert? Wie können die Ergebnisse gegenüber externen Adressaten, etwa im Rahmen einer Vorlesung oder Studierendentagung, anschaulich vermittelt werden? In diesem Beitrag möchte ich letztere Fragen aufgreifen und eine didaktische Form der Vermittlung von Simulationsergebnissen vorstellen, die den spielerischen Charakter der Simulation in die Präsentation „hinüberrettet“. Die simulierte Pressekonferenz hat aus meiner Sicht zwei große Vorzüge beispielsweise gegenüber einem Bericht: Sie bietet den Simulationsteilnehmer/n/innen zusätzliche Reflexionsmöglichkeiten, insbesondere mit Blick auf die Legitimationsnotwendigkeit von Politik, und sie ermöglicht externen Zuhörer/n/innen einen lebendigeren Einblick in den spielerischen Charakter der Simulation. [weiter lesen]

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